Buddhablumen

Buddhablumen

Kulturelle Integration ist wichtig, drum haben wir auch so einen Minitempel im Garten. Eigentlich war der beim Haus schon dabei, so wie bei jedem, aber wir dürfen ihn jetzt immer mit frischen Blumen beschicken. Das geht hier ganz streng nach dem buddhistischen Kalender; am Feiertag (nicht im Sinne von “arbeitsfrei”, sonst ginge hier gar nichts) gibt’s am Markt immer diese aus Blättern und Blüten gefalteten Kegel für ein paar Cent, und die muss man dann an seine Tempel stellen. Normal gehört einer davon zum Haus und an allen Ecken des Grundstücks müssen auch noch irgendwelche Opfergaben hinterlassen werden – meistens Bananenstücke oder gefüllte Schnapsgläschen oder so. Das lassen wir aber lieber bleiben, denn eigentlich füttert man damit nur das Ungeziefer und üblicherweise wird das Zeug auch noch auf Styroporschalen so wie z.B. von verpackten Äpfeln platziert, die dann überall rumfliegen. Keine Ahnung, wieso der Buddha das toll findet. Ich bin beim Einzug natürlich gleich in ein Fettnäpfchen getreten, als aich so ein Styropording entsorgen wollte, weil ich dachte, da hätte jemand halt was vom Mittagessen übrig gelassen.

Aber Tempelchen muss sein.