DAVuq, owncloud?

Kürzlich habe ich endlich mal geschafft, meinen Handy-Kalender und mein Adressbuch auf meinen eigenen Server umzuziehen. Das Zeug bei Google zu lagern war mir ja schon immer zuwider, aber seit ich Android benutze, hatten wir bei Zonarix eh schon eine Owncloud-Instanz, die brauchbares CalDAV und CardDAV spricht. Per DAVdroid war das gut anzubinden.

Weil OwnCloud aber so ein riesiger Haufen dubioses PHP-Zeug ist, an dem auch ständig geschraubt wird, habe ich jetzt beschlossen, wenigstens einen deutlich kleineren Haufen dubioses PHP-Zeug namens Baïkal einzusetzen. Also schnell ein VCard- bzw. ein iCal-File pro Kalender aus Owncloud exportieren, Baïkal zum syncen eintragen, und den Schlonz auf dem Handy wieder importieren. Ergebnis: alles bis auf einen Kalender (natürlich der unwichtigste) geht nicht. Die Dateien sind irgendwie kaputt, aber was genau nicht stimmt, sagt einem Android natürlich auch nicht.

Vorläufig gefixt hat es ein Import in XFCEs Orage mit anschließendem Export - Thunderbird & Co. haben sich genauso geweigert. Mit Hilfe eines iCalendar-Validators hat sich dann noch rausgestellt, woran es hing: Ein paar Einträge hatten mehrzeilige Felder, und OwnCloud rotzt die einfach uncodiert in die Export-Datei, die wegen Newlines an unerwarteten Stellen dann halt nicht mehr validiert. Würde mich nicht wundern, wenn man dem auch Javascript in iCal unterschieben könnte m(

Es scheint in der DAV-Ecke echt nix zu geben, was sowohl was kann als auch weder PHP ist noch GB-weise RAM für irgendeinen Java-Application-Server verbrät.

Veröffentlicht am Sonntag, 17. Apr 2016  um 06:40:00

Tags: technik

Thai^WNeuland

Die Thais haben offenbar ein Cybercrime-Gesetz, das vorschreibt, dass man nicht anonym irgendwelche Netze benutzen können darf. Mit SIM-Karten ist das ja schon lange so, aber jetzt wollen sie das auch bei WLANs durchsetzen. Dabei ergeben sich nur ein paar praktische Probleme, wie man an dieser Anleitung fürs Einloggen am Flughafen Bangkok sehen kann:

WLAN-Anleitung

Wie verifizieren wir einen Benutzer, der keine einheitliche Ausweisnummer oder sowas hat, weil er wie am Flughafen üblich von überall her kommen kann? Klar: per im Notfall rückverfolgbarer Email-Adresse. Also mailen wir die Zugangsdaten da hin, der Benutzer ruft über seine Datenverbindung seine Mail ab und loggt sich anschließend ein. Warum wollte der noch gleich einen WLAN-Zugang haben? Ach so, weil er nicht von hier ist und deswegen auch kein Internet hat. Ähhh.

In der Login-Prozedur kriegt man das noch so mitgeteilt, dass einem die Zugangsdaten zugeschickt würden. Da haben sie offenbar das komplette System entwickelt und deployed inklusive gedruckter Anleitungen, bevor ihnen aufgefallen ist, dass sich da tausende von Leuten anmelden und sich nachher kaum jemand einloggt. Und irgendein armes Schwein durfte dann in ein paar zigtausend Anleitungen den entsprechenden Absatz streichen nachdem die den Schritt schnell übersprungen haben. Das entspricht dann jetzt wohl überraschend doch den Anforderungen des Akts gegen das Seiberkraim.

Veröffentlicht am Freitag, 8. Apr 2016  um 23:20:00

Tags: technik

Frozen

Die Temperaturen sind gerade schon wieder ganz schön heftig. Nicht so hoch wie letztes Jahr als wir angekommen sind, das kommt vermutlich noch, aber heiß. Und so wie man gegen den deutschen Winter ins Thermalbad gehen kann, haben sie hier jetzt temporär eine Eishalle zum abkühlen hingestellt. Keine zum Schlittschuh laufen, sondern so ein kleines, kitschiges Eis-Wunderland in einer Kühlhalle, die man sonst vermutlich an Häfen zum Lagern von Tiefkühlzeug nimmt und die nach zwei Monaten wieder woanders hin zieht.

Mussten wir uns mal geben.

Am Eingang Warme Jacken sind beim Eintritt dabei. Ich hatte ja erwähnt, dass man hier gern mal im dicken Pulli rumrennt, aber sowas haben selbst die Leute, die sich die $8 Eintritt leisten können, eher nicht im Schrank hängen. Wir hatten zum Glück schon gehört, dass die für die −10°C da drin nicht reichen und hatten noch Pullis zum drunter ziehen mitgebracht.

Eisfelturm Vom bonbonbunten Eisfelturm bis zu "Monsters, Inc." aus Eis ist jeder Kitsch dabei. Witzigerweise keine einzige Figur aus "Frozen", die draußen dafür Werbung machen. An der Decke die massive Kühlanlage.

Schneegestöber Leo glücklich im künstlichen Schneegestöber

Iglu von innen Iglus aus Eisblöcken

Rodelbahn Und eine von unten beleuchtete Rodelbahn aus Eis, die in einem von diesen Plastikball-"Pools" endet.

Die Bilder sind übrigens alle aus meinem neuen Handy. Wie man sehen kann, ist die Beleuchtung nicht die beste, da hätte mein Moto G nur noch Matsch geliefert. Hier eins von dem zum Vergleich, das ich eh schon mal posten wollte:

Bis zum letzten Atemzug

Das ist schon ein Ausschnitt, weil die Auslöseverzögerung so übel war, dass die Mopedfahrer nur auf diesem Bild überhaupt drauf waren, und da waren sie noch ca. 15m weg. Auf dem unmittelbar danach geknipsten waren sie schon aus dem Bild, bis die Kamera sich mal bequemt hat, aufzunehmen. Was man da nur vage erkennen kann, ist der Infusionsbeutel des Fahrers, den die Sozia hoch hält – Moped fahren bis zum letzten Atemzug.

Aber der Hammer an der Kamera ist der Bildstabilisator. Hier ist noch ein Video von Leo, das habe ich mit dem Fahrrad neben her fahrend aufgenommen, und auf der Schotterstraße hat es gerüttelt wie die Sau. Ich war schon gespannt, ob da überhaupt was brauchbares rauskommt – und das ist so gut geworden, da muss man schon die Standbilder anschauen, dass man die Bewegungsunschärfe sieht. Krass.

Veröffentlicht am Samstag, 2. Apr 2016  um 11:08:00

Tags: uncategorized

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